AM JAHRESENDE EINEN RÜCKBLICK GEHALTEN

Beim Jahresschlussgottesdienst am Silvesterabend blickte Pfarrer Andreas Weiß zurück auf das vergangene Jahr. Neben den wichtigsten Ereignissen in der Welt und in Deutschland, erinnerte er die Gläubigen auch an viele Geschehnisse in der Weltkirche, wie die Rücktrittsangebote mehrerer deutscher Bischöfe, die Papst Franziskus aber alle abgelehnt hat. Vor allem jedoch lenkte Pfarrer Weiß den Blick auf die Ereignisse in der Pfarrei St. Ägidius. Wegen der Pandemie konnten 2021 keine Sternsinger von Haus zu Haus gehen. Später mussten die Gläubigen tatsächlich befürchten, dass sie das Osterfest schon zum zweiten Mal nicht in Präsenz feiern könnten, denn von der Regierung war eine „erweiterte Ruhezeit zu Ostern“ geplant. Zur Freude vieler Gläubiger wurde diese Ankündigung aber wieder zurückgenommen und das Osterfest konnte in gewohnter Weise gefeiert werden. Am 3. Juni kündigte Lucia Ochsenbauer überraschend ihren Dienst als Kirchenmusikerin. Die Erstkommunion musste auch 2021 verschoben werden, aber am 27. Juni konnten 17 Kinder diesen besonderen Tag feiern. Der 29. Juni war ein besonderer Tag für Pfarrer Weiß, jährte sich doch an diesem Tag zum 25. Mal der Tag seiner Priesterweihe. Der 29. Juli war für 43 junge Christen der Tag ihrer Firmung. Das Sakrament der Firmung spendete Domkapitular Dr. Josef Ammer aus Regensburg. Ein freudiger Tag war auch der 24. Oktober, denn an diesem Tag weihte der Regensburger Dompropst Dr. Franz Frühmorgen die gebraucht erworbene Orgel in der St. Sebastians-Kirche ein. Des Weiteren konnte Pfarrer Weiß bekannt geben, dass im vergangen Jahr 21 Kinder getauft wurden. Drei Paare schlossen den Bund des Lebens im Sakrament der Ehe. 42 Pfarreimitglieder sind im
vergangenen Jahr verstorben und 37 Katholiken haben ihren Austritt aus der Kirche erklärt. Eine Person bat um Wiederaufnahme in die Katholische Kirche. Bei diesem Rückblick, so Pfarrer Weiß, gehe es aber nicht nur um Schlagzeilen, Daten und Fakten, sondern vor allem um jeden Einzelnen. Dann lud er die Anwesenden ein, kurz nachzudenken, was für jeden und jede persönlich im abgelaufenen Jahr
am wichtigsten war.

Wer den Jahreswechsel etwas anders verbringen wollte, war um 23 Uhr zum stillen Gebet in die Pfarrkirche eingeladen. Um 23.30 Uhr erfolgte die Aussetzung des Allerheiligsten und um 24 Uhr erteilte Pfarrer Andreas Weiß den eucharistischen Segen zum Neuen Jahr.

Pfarrer Andreas Weiß während der Predigt in der hl. Messe zum Jahresschluss. Bildquelle: Agnes Feuerer

WEIHNACHTEN

Heut schließt er wieder auf das Tor zum schönen Paradeis

Im Advent konnten die Pfarrangehörigen jeweils die Vorabendmessen am Samstagabend als Rorate feiern. Mit selbst mitgebrachten Kerzen wurden diese Gottesdienste jeweils nur im Kerzenschein zelebriert. Auch das Friedenslicht aus Bethlehem, welches wieder zur Abholung in der Josefskapelle bereit stand, war ein Vorbote auf die Weihnachtszeit. Am 24.12. wurde um 14 Uhr eine hl. Messe am Heilig Abend angeboten. Um 16 Uhr waren die Kinder zu einer Kindervesper eingeladen. Mit einem Krippenspiel, welches Silvia Baranowski mit Kindern der dritten Klassen hervorragend einstudiert hatte, wurden auch die kleineren Kinder an die Weihnachtsgeschichte herangeführt. Die musikalische Gestaltung der Kindervesper hatte in bewährter Weise wieder die Gruppe „B’choired“ übernommen. Die Kollekte der Kindervesper kam dem Kindermissionswerk zugute. Um 22 Uhr wurde die Christmette in der Pfarrkirche gefeiert. Nach den Ministranten zog Pfarrer Andreas Weiß mit dem Jesuskind in den Händen in die Pfarrkirche ein. Behutsam legte er es in die Krippe vor dem Volksaltar. In der üppig geschmückten Kirche wurde mit Weihrauch ein festlicher Gottesdienst gefeiert. In seiner Predigt stellte der Seelsorger die Brücke vom Paradies zu Weihnachten her. Er schilderte, weshalb man Jesus als den „neuen Adam“ bezeichnet und Maria als die „neue Eva“. Weihnachten heißt: Wo der Mensch so mächtig sein will wie Gott, da macht Gott sich so ohnmächtig und hilfsbedürftig wie ein Menschenkind. Gott ist immer der ganz andere. Seine Waffe ist die Demut und die Liebe. Der Mensch wollte Gott werden und brachte sich selbst das Unheil. Nun wird Gott Mensch und bringt uns das ewige Heil zurück. Die Tür zum ewigen Leben, die der Mensch hinter sich zugeschlagen hatte, wurde von Gott selber wieder geöffnet. Der Weg zurück zu Gott, in sein himmlisches Reich steht wieder weit offen. „Heut schließt er wieder auf das Tor zum schönen Paradeis“, so singen wir in einem alten Weihnachtslied. Musikalisch wurde der Gottesdienst von Frau Verena Kraus an der Orgel und ihrem Mann Michael als Kantor mitgestaltet. Vor dem Schlusssegen dankte Pfarrer Andreas Weiß allen, die sich für die Feierlichkeiten rund um das Weihnachtsfest eingesetzt haben. Im Licht des Christbaumes sangen die Gläubigen abschließend „Stille Nacht, heilige Nacht“. Mit der Kollekte bei der Christmette und am ersten Feiertag wurde Adveniat unterstützt.

Kinder der dritten Klasse spielten in der Kindervesper die Herbergsuche nach. Bildquelle: Agnes Feuerer
Die Engel verkündeten eine große Freude. Bildquelle: Agnes Feuerer
Silvia Baranowski übte mit den Kindern das diesjährige Krippenspiel ein. Bildquelle: Agnes Feuerer
Nach dem Einzug in die festlich geschmückte Pfarrkirche legte Pfarrer Andreas Weiß das Jesuskind in die Krippe. Foto: Monika Schächerer
Zur Mitfeier der Christmette erklärten sich zahlreiche Ministranten bereit, Dienst am Altar zu tun. Foto: Monika Schächerer
„Da liegt es, das Kindlein, auf Heu und auf Stroh“. Foto: Monika Schächerer
Für den festlichen Kirchenschmuck zu Weihnachten legen viele ehrenamtliche Helfer Hand an. Foto: Monika Schächerer

Dankeschön

Liebe Minis, 

anbei der neue Plan. 

Dank wieder an Andreas Sinzger, der ihn auch diesmal zusammengestellt hat. 

Ein ganz großes DANKESCHÖN allen, die sich bei unserer Plätzchenaktion beteiligt haben!!! Durch den Verkauf und Spenden, die gegeben wurden, konnten wir über 500 EUR für unsere Minikasse einnehmen. Stark! 
Gebt den Dank bitte weiter an Eltern, Omas, große Geschwister usw., einfach an alle, die mitgeholfen haben. 

DANKESCHÖN auch an alle, die unsere Adventsfeier nach und in Vorderthürn gelingen haben lassen. Hier vor allem an die Mama von Monika Bräu, die die Verpflegung gestiftet hat!!! 

Hinweis zum derzeit gültigen Miniplan: Für den 23.12. ist dort eine Messe eingetragen. Bitte streichen! Das ist ein Fehler. Da ist keine Abendmesse.

Ministranten Die Probe für die Christmette (22.00 Uhr) findet am Do., 23.12.2021, um 17.00 Uhr in der Pfarrkirche statt. Alle Minis (nicht nur die im Plan eingeteilten!) sind herzlich eingeladen, dabei zu sein. Wir zählen darauf, dass ganz viele kommen! In der Christmette zu ministrieren, ist eine großartige und ehrenvolle Sache. (Wer zur Probe nicht kommen kann, aber trotzdem dabei sein will, soll sich kurz bei Herrn Pfarrer Weiß melden.)

Wegen Sternsingen: Da sind wir noch am Tüfteln! Infos bekommt ihr bald. Wir könnten noch ein paar Könige und -innen brauchen. Wer macht noch mit??? Bitte melden!
Die Sternsinger-Aktion ist die weltweit größte Solidaritätsaktion von Kindern und Jugendlichen für ihre Altersgenossen!!! Da dabei zu sein, ist eine ganz große Sache. Kinder aus Deutschland helfen Kinder in ärmeren Ländern. Finde ich genial! 

Ich freue mich auf die Gottesdienste in der Weihnachtszeit mit euch! 
(Ihr seid immer zum Ministrieren eingeladen, wenn ihr in den Gottesdienst kommt. Einfach in der Sakristei vorbeischauen! Und noch ein Tipp: Weihnachten ist nicht nach der Bescherung vorbei, da geht’s erst richtig los…) 

Mit dem Red Wednesday (Roter Mittwoch) ein Zeichen gesetzt

Unsere westliche Sattheit ist leider gemeinhin blind geworden für die Tatsache, dass weltweit keine Gruppe so vielen Repressalien, ja offener Feindschaft und Terror ausgesetzt ist wie die Christen. Unzählige Christen in aller Welt leben in einem Umfeld, in dem sie gewaltsam verfolgt, diskriminiert oder an der freien Ausübung ihres Glaubens gehindert werden. Um auf diesen Missstand aufmerksam zu machen, hat das Päpstliche Hilfswerk KIRCHE IN NOT (ACN) im Jahr 2015 die Initiative „Red Wednesday“ ins Leben gerufen. Ziel ist es, die öffentliche Aufmerksamkeit auf das Schicksal verfolgter und benachteiligter Christen zu lenken. Dazu werden rund um die Welt in vielen Metropolen bekannte Kirchen und öffentliche Bauwerke rot angestrahlt. Auf Vorschlag von Pfarrer Andreas Weiß nahm sich auch der Brucker Pfarrgemeinderat des Gebetstages in den Anliegen der verfolgten Christen an. Dieser internationale Gedenktag ist auf den letzten Mittwoch im Kirchenjahr festgelegt. Anderswo wurden Kirchengebäude von außen mit roten Scheinwerferlichtern beleuchtet. Da sich dies in Bruck aufgrund der Tatsache, dass sich die Scheinwerfer auf umliegenden Hausdächern befinden, und aufgrund der unpassenden Witterung schlecht umsetzen ließ, einigte man sich darauf, im Innenraum der Kirche ein Zeichen zu setzen. Bereits für die Gottesdienste am 20./21.11. wurde der Volksaltar mit einem blutroten Tuch verhüllt, das Pfarrgemeinderatssprecherin Christa Schwarzfischer eigens dafür gefertigt hatte. Auch für die Organisation der zum Verkauf angebotenen roten Solidaritätskerzen war sie verantwortlich. Mitglieder des Pfarrgemeinderates verkauften die Kerzen im Anschluss an die Gottesdienste am 20. und 21. November. Mit dem Verkauf konnte ein Reinerlös von 200 € erzielt werden. Ebenso gestalteten Mitglieder des Pfarrgemeinderats am Mi., 24.11.2021, um 19.00 Uhr die Abendmesse in der Pfarrkirche mit. Die Summe von 200 € und die Kollekte aus dem Gottesdienst vom 24.11. wurden als Spende an „Kirche in Not“ überwiesen. Näheres zu diesem Thema auch unter: www.kirche-in-not.de/christenverfolgung

Mit dem rot verhüllten Volksaltar wurde ein Zeichen für den „Red Wednesday“ gesetzt.
Mitglieder des Pfarrgemeinderates verkauften rote Solidaritätskerzen. Zu jeder Kerze gab es eine Gebetskarte dazu.
Der Gottesdienst am Mittwochabend, 24.11.21, stand unter dem Motto: „Red Wednesday“. Mitglieder des Pfarrgemeinderates gestalteten diesen mit.

Orgeleinweihung Sebastianskirche

Am Sonntag wurde die gebraucht an-
gekaufte Orgel in der Sebastianskir-
che eingeweiht. Die Segnung vorge-
nommen hat Domprobst Dr. Franz
Frühmorgen aus Regensburg. Regio-
nalkantor Florian Schuster brachte an-
schließend in einem wunderbaren
Konzert die ganze Bandbreite der
Klänge dieser Orgel zu Gehör. Zur
Feierstunde konnte Pfarrer Andreas
Weiß viele Ehrengäste begrüßen, dar-
unter auch etliche Handwerker, die
mitgearbeitet hatten. Die Orgel stand
früher in der Ulrichskirche neben dem
Regensburger Dom. Dr. Frühmorgen
meinte in seiner kurzen Ansprache,
dass er schon sehr gespannt sei, wie
die Orgel klingen werde, da sie schon
etliche Jahre nicht mehr gespielt wor-
den sei. Gerne habe sie das Domkapi-
tel als früherer Eigentümer der Bru-
cker Pfarrei anvertraut. Auch Pfarrer
Andreas Weiß betonte, wie sehr er
sich über die Orgel freut, da man sich
bisher mit einem elektronischen In-
strument begnügen musste. Nach dem
Besprengen mit Weihwasser erklang
die Orgel zum ersten Mal wieder in
einem Gottesdienst. Thomas Jann, der
Inhaber der Firma, welche die Orgel
ab- und wieder aufgebaut hat, ging
kurz auf die Geschichte dieser Orgel
ein. Die rund „300 Jahre alte Dame“
sei in Bruck wieder zu einer „jungen
Frau“ geworden, so Jann. Kirchenmu-
sikdirektor Thomas Löffelmann er-
klärte, dass eine Orgel normalerweise
individuell für einen bestimmten
Raum konzipiert werde, diese Orgel
aber klinge hier sogar besser als an
ihrem alten Aufstellungsort.

Pfarrgemeinde begrüsst neue Ministranten

Beim Sonntagsgottesdienst wurden in die Ministrantenschar Franziska Nehmes, Julie Bindl, Magdalena Schuierer, Leon Schulz, Kilian Schuierer und Leonard Schoyerer aufgenommen. In seiner Predigt betonte Pfarrer Andreas Weiß, dass er sich persönlich und für die Pfarrgemeinde sehr über die Begeisterung der Kinder und die Zustimmung der Eltern freue. Für die neuen Minis sei dieser Dienst jetzt eine Art Aufbaukurs nach der Erstkommunionvorbereitung. Nachdem die Neuen das Ministrantengebet gesprochen hatten, wurden sie durch Pfarrer Andreas Weiß und den Oberministranten Andreas Sinzger durch das Überreichen der Ministrantenplakette willkommen geheißen. Dieser Gottesdienst war für die Kleinen ein Anfang, für einige Ältere aber ein Ende. 14 Jugendliche haben sich aus der Ministrantenschar verabschiedet. Insgesamt bilden 52 Kinder und Jugendliche die Ministrantengruppe der Pfarrei St. Ägidius.

Leon Schulz, Franziska Nehmes, Kilian Schuierer, Julie Bindl, Leonard Schoyerer und Magdalena Schuierer (von links nach rechts) sind die neuen Ministranten, über die sich Pfarrer Andreas Weiß sehr freut.

Ross und Reiter den Segen Erteilt

Zum 15. mal fand am vergangen Sonntag der Leonhardiritt zur Goldhof-Kapelle statt. Die Freizeitreiter Kellerhof hatten wieder eingeladen und über 80 Reiterinnen und Reiter folgten dieser Einladung. Die Aufstellung erfolgte wieder an der St. Sebastianskirche. Weiter führte der Weg über den Marktplatz, die Mappacher Straße nach Mappach und von dort zum Gänsberg, zur Goldhof-Kapelle. Diese Kapelle, die der Rest eines stattlichen Anwesens ist, ist dem hl. Leonhard geweiht, der als Patron für das Vieh verehrt wird. Angeführt wurde der Zug von Anna-Maria Bräu, die mit einem Kreuz vorangeritten ist. Dahinter folgte eine Kutsche in der Pfarrer Andreas Weiß und vier Ministranten Platz genommen hatten. In der zweiten Kutsche fanden die beiden Altbürgermeister MdL Joachim Hanisch und Hans Frankl, sowie die amtierende Bürgermeisterin Heike Faltermeier Platz. Den Kutschen schlossen sich die Reiterinnen und Reiter an, die ihre Pferde zum Teil prächtig herausgeputzt hatten. Schon auf dem Weg zur Kapelle wurden die Pferde und ihre Besitzer von vielen Schaulustigen am Wegesrand bestaunt. Bei der Kapelle angekommen begrüßte die Bürgermeisterin Heike Faltermeier kurz die Reiter und eine große Anzahl von Besuchern. MdL Joachim Hanisch betonte, dass er sich freue, dass der Leonhardiritt zu einem schönen Brauch geworden ist. Auch Pfarrer Andreas Weiß sagte, dass es sehr schön sei, dass man diese Pferdesegnung wieder abhalten kann, nachdem im letzten Jahr leider eine Pause eingelegt werden musste. Anschließend betete er, zusammen mit den Anwesenden, eine kurze Andacht um dann alle Pferde und Reiter, sowie die Besucher mit Weihwasser zu besprengen. Vom Veranstalter wurden nach der Andacht Schleifen für die Reiter und Leonhardibrote für die Pferde ausgeteilt. Lorenz Bräu jun. bedankte sich bei allen die gekommen waren. Die Freizeitreiter Kellerhof und die Familie Bräu sorgten den ganzen Nachmittag für das leibliche Wohl der vielen Gäste und man merkte, dass viele Anwesende froh waren dass man wieder miteinander feiern kann.

Anna-Maria Bräu führte hoch zu Ross, ein mit Blumen geschmücktes Kreuz mittragend, den traditionellen Leonhardiritt an. Lorenz Bräu sen. (Kellerbauer Lenz) saß gemeinsam mit Georg Schmidhuber (Kobl Schosch) auf dem Kutschbock der ersten Kutsche. Pfarrer Andreas Weiß nahm mit vier Ministranten auf der Kutsche Platz. Bildquelle: Agnes Feuerer
Anna-Maria Bräu hat mit ihrem Pferd die Goldhof-Kapelle, das Ziel des Leonhardiritts, erreicht.
Nach der kurzen Andacht erhielten die Pferde sowie die Reiterinnen und Reiter den Segen.

Auf den Weg gemacht

Bei bestem Spätsommer-Wetter machte sich am vergangenen Sonntag eine kleine Gruppe Gläubiger aus Bruck und Umgebung auf, zur Wallfahrt zum Heilbrünnl. Singend und betend, aber auch mit genügend „Ratschpausen“, ging es fast durchwegs nur durch den Wald, was diese Wallfahrt so besonders macht. Im Heilbrünnl angekommen zelebrierte Pfarrer Andreas Weiß eine heilige Messe. Am Altar übernahmen drei Jugendliche, die den gesamten Weg mitgegangen waren, den Ministranten-Dienst. In seiner Predigt sagte der Priester, dass, wenn man Kinder bittet, sie sollten ein Bild von der Mutter Gottes malen, meist die Weihnachtsszene zu Papier gebracht wird. Oft wird Maria als die glückliche Mutter mit ihrem Kind auf dem Arm dargestellt. Das Leben Mariens aber kannte auch schwere Zeiten. Sie ist die Mutter, die am Karfreitag am Kreuzweg und unter dem Kreuz ihres Sohnes steht und nicht helfen kann. Maria ist auch die Trauernde mit dem toten Jesus auf dem Schoss. Die Osterbotschaft aber zeigt uns, dass mit dem Karfreitag nicht alles zu Ende ist. So leuchtet die Ostersonne auch in unser Kreuz und Leid. Der Glaube an Christus ist tröstlich, denn hier wird deutlich, dass der Tod nicht das letzte Wort hat. Am Ende des Gottesdienstes bedankte sich Pfarrer Weiß bei allen, die bei der Wallfahrt einen Dienst übernommen hatten. 

Dem Pilgerkreuz folgend machten sich Brucker Wallfahrer auf den Weg zum Heilbrünnl. Bildquelle: Agnes Feuerer

Die Ehe ist kein „weltlich Ding“, sondern eines der sieben Sakramente

Die Pfarrei St. Ägidius hat die Ehepaare der Pfarrei, welche 2021 ab fünf Ehejahren ein rundes bzw. halbrundes Ehejubiläum feiern konnten/können, zum 17. Ehetag der Pfarrei eingeladen. Insgesamt wurden im Sommer 81 Einladungen versandt. Dieser Einladung folgten 19 Paare. Zum Vorabendgottesdienst konnte Pfarrer Andreas Weiß am Samstag, 25.09., neben den Gottesdienstbesuchern die Jubelpaare begrüßen. Angefangen bei fünf Ehejahren, konnten im 5-Jahres Turnus Ehejubiläen bis zu 60 vollendeten Ehejahren gefeiert werden. Das Ehepaar Pauline und Christian Meier aus Schöngras geht bereits 60 gemeinsame Jahre (Diamanthochzeit) durch dick und dünn – durch Freud‘ und Leid. Pfarrer Andreas Weiß ging in der Predigt auf das Sakrament der Ehe ein. Eheleute sind ein hochaufragendes Zeichen von Liebe, Treue und Verlässlichkeit – mit jedem Jahr des Miteinanders ein beträchtliches Stück mehr. In einer christlich gelebten Ehe spiegelt sich die Liebe Gottes, scheint seine Fürsorge auf, seine Liebe zum Leben, seine Opferbereitschaft, seine Nachsicht, die immer wieder verzeiht. Beim Vorlesen der Lesungen, Fürbitten und der Kommunionmeditation brachten sich Jubilare mit ein. Insgesamt konnten die Jubelpaare 725 Ehejahre feiern. Pfarrer Andreas Weiß segnete während des Gottesdienstes kleine Handschmeichler-Kreuze aus Olivenholz, welche die Paare geschenkt bekamen. Die musikalische Gestaltung des Gottesdienstes übernahm der Frauenchor Bruck, unter der Leitung von Daniela Lingl. Mit Liedern wie „Herr, halte du deine Hand über uns“, „The Rose“ und weiteren Gesängen wurde die Messe feierlich mitgestaltet. Das sonst im Pfarrheim zum Ehetag übliche gemütliche Beisammensein bei Kaffee und Kuchen musste dieses Jahr leider entfallen. Da es aber bei einer Hochzeit üblich ist, kirchlich und weltlich zu feiern, ließ es sich Monika Schächerer nicht nehmen, im Anschluss an den Gottesdienst in der Kirche ein paar „weltliche Worte“ zum Ehestand zu sagen. Mit Sprüchen, Dialogen, einem Witz und Redewendungen brachte sie das abwechslungsreiche Eheleben auf den Punkt. So entlockte sie den Gästen ein humorvolles Lächeln oder auch das Gefühl, dass man sich in manchen Punkten selbst wiederfindet. Da hieß es z. B., „dass eine gute Ehe ein Workshop ist – er workt, sie shopt.“. Aber auch in den Redewendungen „Was sich liebt, das neckt sich.“ oder „Gleich und gleich gesellt sich gerne“ fand sich der eine oder andere wieder. Abschließend erhielt jedes Jubelpaar eine selbstgebastelte Fotogrußkarte als Andenken, ein Handschmeichler-Kreuz aus Olivenholz und eine Einladung zu einem Nachmittag für Ehepaare ab der Lebensmitte in das Schönstattzentrum in Nittenau. Die Gäste zeigten ihre Dankbarkeit für die Organisation dieser Veranstaltung. Mit einer Spende in das „Kircherl“ wurde die Pfarrei belohnt. Als Vorsitzende des Sachausschusses „Ehe und Familie“ organisierte Monika Schächerer vom Pfarrgemeinderat den Ehetag. Sie konnte auf die Unterstützung Ehrenamtlicher zählen. Die Bilder vom Ehetag können zu einem späteren Zeitpunkt im Pfarrbüro nachbestellt werden. Der Termin dafür wird im Pfarrbrief und in der Tageszeitung bekanntgegeben.

Kommunionmeditation am Ehetag

„Wenn es einen Menschen gibt,

der Dich nimmt wie Du bist und immer nett zu Dir ist,

den kein anderes Denken stört und auch gerne Deine Meinung hört,

der Dich achtet und versteht und alle Wege mit Dir geht,

der ohne Lüge ohne List stets aufrichtig und ehrlich zu Dir ist,

der das Gute in Dir baut und Dir grenzenlos vertraut,

der mit seinem Kummer zu Dir eilt und Deine Sorgen mit teilt,

bist Du mal traurig oder verstimmt, der Dich dann auch in seine Arme nimmt,

der sich aufs Wiedersehen freut und Eure Freundschaft nie bereut,

der ist ein wahrer Freund für Dich drum lasse ihn auch nie im Stich!“

Vor dem Volksaltar standen, neben einer Brautkerze, die Erinnerungsgeschenke für die Jubelpaare bereit.
Während des Gottesdienstes segnete Pfarrer Andreas Weiß die Handschmeichler-Kreuze aus Olivenholz.
Pfarrer Andreas Weiß beim Sprechen des Schlusssegens.
Am Ende des Gottesdienstes stellten sich alle zu einem Erinnerungsbild.

Dies ist die Homepage der Katholischen Pfarrei Bruck/OPf.